Sonntag, 7. Oktober 2012

Rallycross Europameisterschaft

Laute Motoren, der Duft von unverbranntem Benzin liegt in der Luft, jubelnde Fans aus ganz Europa und das Wichtigste, viele bunte Autos, Rennwagen, um genauer zu sein.So lässt sich das vergangene Wochenende auf dem Estering vor den Toren Seevetals gut beschreiben. Am 29. und 30. September hielt die Rallycross Europameisterschaft nach einjähriger Pause mit großem Spektakel wieder Einzug in Buxtehude.

Trotz des doch durchaus als "feucht" zu bezeichnenden Sonnabends hielten die Fans Stellung und bejubelten die Fahrer.
Auch wenn bereits die Europameister der drei Klassen, den Touringcars, den Super1600 und den Supercars, feststanden, schenkten sich die Fahrer nichts und fuhren, als wäre es das entscheidende Rennen, sehr zur Freude der Zuschauer.
Am Sonn- dem Hauptrenntag zeigte sich der Estering von seiner besten Seite, nämlich der sonnigen. An diesem Tag wurden die Fahrer für die Finals der jeweiligen Klassen in einigen Vorläufen ermittelt. Bereits hier fuhren einige Fahrer so auf ihrer Fahrlinie beharrend, dass es zu unzähligen Ausfällen mit kleinen Schäden kam, welche die Teams aber unter vollem Einsatz ihrer Kräfte in Windeseile reparierten und die Fahrzeuge so wieder fahrtüchtig machten.

Die Finals waren an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten. Schon das Rennen Der Super1600 musste drei Mal gestartet werden. Dieses Finale war aus deutscher Sicht schon von der Besetzung etwas ganz besonderes. Mit René Münnich als direktem Qualifikanten und Andreas Steffen, dem Vorsitzenden des AC Niederelbe, war es das einzige Finale dieses Rennwochenendes mit zweifacher deutscher Beteiligung. René Münnich überquerte die Ziellinie als Vierter und Andreas Steffen als Sechster.

Liam Dorans Jubel nach dem Sieg im Finale
Das folgende Finale der Supercars wurde von einem Unfall des Tschechen Pavel Koutný überschattet, welcher jedoch unverletzt blieb. Nach dem Neustart setzte sich der Engländer Liam Doran, der aus der 2. Reihe startete durch einen phänomenalen Start an die Spitze des Feldes. Gegen Ende des Rennens kam ihm der Franzose Davy Jeanney noch einmal gefährlich nahe und machte es nochmal spannend. Allerdings musste Jeanney noch die Joker-Lab, eine Art Alternativroute, die jeder Fahrer pro Rennen einmal durchfahren muss, passieren. Somit gewann Liam Doran vor Davy Jeanney und Stig-Olov Walfriedson aus Schweden.

Alles in allem war es ein tolles Rennwochenende und die Fans wurden für ihre Geduld mit spannenden Rennen und knappen Entscheidungen belohnt.

Fotos/Text: Tristan Müller

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