Mittwoch, 8. Juni 2016

Das Geschäft mit den Drogen

Buchholz i. d. N. - Der Konsum, Missbrauch und Verkauf von illegalen Betäubungsmitteln ist kein unbekanntes Phänomen und für die Polizeiinspektion Harburg allgegenwärtig. In dem Fall eines 35-jährigen Mannes, gegen den die Polizei ermittelte, hatte die Drogenkriminalität allerdings ein neues "Level" erreicht.

Die Polizei zog eine Erkenntnis aus mehreren Strafverfahren, wodurch ein Tatverdacht gegen einen Mann aus Buchholz entstand.
"Dem Mann wird der Handel mit Betäubungsmitteln, die Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige sowie das Bestimmen von Minderjährigen zum Verkauf von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Besonders brisant ist dabei der Umstand, dass der 35-jährige nach Zeugenaussagen auch nicht davor zurückgeschreckt sein soll, von minderjährigen Mädchen und jungen Frauen sexuelle Gefälligkeiten als Bezahlung der Drogen gefordert und bekommen zu haben." - Presseabteilung Polizei
Die Abnehmer kauften Amphetamine bei dem 35-jährigen Mann. In zwei Fällen hat die Polizei den Verdacht, dass der Konsum lebensbedrohliche Zustände ausgelöst hat.
Am 26. Mai schlugen die Beamten dann zu: "Als der 35-Jährige auf dem Rückweg von seinem mutmaßlichen Lieferanten - einem 25-jährigen Mann aus dem Landkreis - war, stoppten Beamte des Mobilen Einsatzkommandos seinen Wagen und nahmen ihn und einen Mitfahrer vorläufig fest. Kurz danach klickten auch bei dem mutmaßlichen Lieferanten die Handschellen. Beide Wohnungen wurden im Anschluss noch in der Nacht durchsucht. Im Laufe des Tages waren mehr als 50 Beamte sowie fünf Rauschgiftspürhunde im Einsatz, um noch sieben weitere Objekte zu durchsuchen. Im Rahmen dieser Durchsuchungen wurden acht Personen vorläufig festgenommen und verschiedene Betäubungsmittel beschlagnahmt. Der 25-jährige Lieferant wurde einem Haftrichter vorgeführt. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft."

Nun versucht die Ermittlungsgruppe mutmaßliche Abnehmer zu befragen, die die Drogen gegen sexuelle Handlungen erhalten haben. Ungefähr 30 Jugendliche sollen bei dem 35-jährigem Drogen gekauft haben. Die Polizei hofft nun, dass die Jugendlichen, welche "mit ihrem Körper" bezahlt haben, den Mut finden und sich der Polizei offenbaren.

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