Mittwoch, 29. Juni 2016

Ermittlungserfolg gegen die Fahrausweisautomatensprenger

Hamburg/Lüneburg - Im Großraum Hamburg wurde am heutigen Tag durch Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei mehrere Wohnungen durchsucht und zwei Haftbefehle vollstreckt. Der Polizei gelang somit einen Durchbruch in den Ermittlungen gegen die Fahrausweisautomatensprenger. Nach monatelangen Ermittlungen durch die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Stade wurde der Einsatz heute ausgeführt.
Der Verdacht des Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit schweren Bandendiebstahl und Sachbeschädigung besteht gegen acht deutsche und einen russischen Staatsangehörigen aus dem Raum Hamburg.
"Die 17 bis 29 Jahre alten Männer sind tatverdächtig, in den vergangenen Monaten," so gibt es es die Polizeiinspektion Harburg in einer Pressemitteilung bekannt. "-49- Fahrausweisautomaten mittels sogenannter "Polenböller" in den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in der Freien und Hansestadt Hamburg aufgesprengt und die Geldkassetten entwendet zu haben."

Die gesprengten Fahrausweisautomaten liegen räumlich weit auseinander: die Schleswig-Holsteinischen Kreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Segeberg und Storman, in der Stadt Lübeck, in den Niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven, Dannenberg, Harburg, Heidekreis, Lüneburg und Stade, sowie mit Masse im Großraum Hamburg. Die Schadenssumme, die sich sich Stehl- und Sachschäden zusammensetzt beträgt 1,4 Millionen Euro.

Bei dem Aufsprengen der Automaten gefährden die Täter neben ihnen auch andere unbeteiligte Personen. Neben der bereits erwähnten Haftbefehle hatte das Amtsgericht Stade zusätzlich für insgesamt neun Objekte in Hamburg und Schleswig-Holstein Durchsuchungsbeschlüsse erlassen, die heute vollstreckt worden sind. Dabei hatten die Beamten neben der Sicherstellung von Beweisen das Ziel, die Bandenstruktur zu zerschlagen und weitere Straftaten zu unterbinden. Bei den Maßnahmen waren rund 160 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei im Einsatz.

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