Mittwoch, 30. November 2016

Häusliche Gewalt und Sexualstraftaten.

Winsen - Auf einer Informationsveranstaltung im Winsener Krankenhaus stellte man heute ein Projekt vor, welches Frauen und Männern helfen soll, wenn diese häusliche Gewalt oder Sexualstraftaten erlitten haben. Die Projektgruppe "ProBeweis" hilft Betroffenen die Verletzungen solcher Straftaten zu dokumentieren und zu behandeln, ohne das automatisch eine Anzeige erstattet wird.
Die Problematik ist, dass die Täter häufig Personen aus dem direkt Umfeld des Opfers sind. Oft sind es auch aktuelle oder frühere Beziehungspartner, welche diese Taten ausüben. Die betroffene Person ist dann in den meisten Fällen psychisch stark belastet und hat Hemmungen eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
"ProBeweis" hilft Betroffenen nun. In der Notaufnahme des Krankenhauses Winsen können Opfer dieser Taten ihre Verletzungen und mögliche Spuren von speziell geschulten Ärzten dokumentieren lassen ohne eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten zu müssen. Sollten die Personen sich zu einem späteren Zeitpunkt dann jedoch zu einer Meldung an die Gesetzeshüter überwunden haben, kann die Polizei die sichergestellten Beweise für die Ermittlungen nutzen.
Vorgestellt wurde das Projekt von: PD Tanja Germerott (Projektleiterin ProBeweis an der Medizinischen Hochschule Hannover), Albert G. Paulisch (Direktor des Amtsgerichts Winsen), Landrat Rainer Rempe, Andrea Schrag (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harburg), Norbert Böttcher (Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen), Johannes Klemm (Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Winsen) und Dr. Heiner Austrup, (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Winsen).

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